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Wie viel bewirken negative Eingabeaufforderungen bei KI-generierten Bildern noch? Die aktuelle Einschätzung zu drei Formulierungsarten

Wie viel bewirken negative Eingabeaufforderungen bei KI-generierten Bildern noch? Die aktuelle Einschätzung zu drei Formulierungsarten

Anmerkung des Autors: Moderne Bildmodelle sind deutlich weniger auf eine „Bibliothek negativer Prompts“ angewiesen. Dieser Artikel erklärt die drei Formen negativer Prompts, zeigt, was Sie streichen und was Sie beibehalten sollten, und gibt Ihnen praktische Prompting-Grundsätze an die Hand.

Viele Teams hängen an Anfragen an Schnittstellen zur KI-Bilderzeugung noch immer eine lange Liste negativer Prompts an, zum Beispiel bad anatomy, extra fingers, low quality, blurry, watermark. Diese Vorgehensweise stammt aus den Anfangstagen von Stable Diffusion und wurde damals fast überall übernommen. Mit der Verbreitung von Bildmodellen, die Sprache besser verstehen, wird die Rolle negativer Prompts neu bewertet: Sie sind nicht verschwunden, aber ihr Stellenwert und ihre Verwendung haben sich verändert.

Das ist keine reißerische Behauptung, dass „negative Prompts tot“ seien. Einerseits empfiehlt der aktuelle Bildleitfaden von OpenAI weiterhin, Ausschlüsse klar zu benennen – etwa zusätzlichen Text, Logos oder Wasserzeichen. Andererseits haben wir bei Anfragen von Kunden beobachtet, dass die Ergebnisse für dieselbe Anfragegruppe stabiler wurden, nachdem wir die fest angehängte Wortliste entfernt hatten. Das ist kein Widerspruch.

Das Wichtigste in Kürze: In drei Minuten erfahren Sie, welche Rolle negative Prompts bei der KI-Bilderzeugung noch spielen, welche Formulierungen Sie streichen sollten und welche Einschränkungen Sie unbedingt beibehalten müssen.

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Negative Prompts: die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen. „Negative Prompts“ ist ein Sammelbegriff für mindestens drei unterschiedliche Dinge, die nicht pauschal gleich bewertet werden sollten.

Information Details
Thema Negative Prompts für KI-generierte Bilder
Zentrale Entwicklung Moderne Bildmodelle sind weniger auf „Negative-Prompt-Listen“ angewiesen. Im Mittelpunkt stehen klare Zielbeschreibungen.
Was weiterhin funktioniert Klare Vorgaben zu Grenzen und Ausschlüssen, etwa „keinen zusätzlichen Text“ oder „Gesichtszüge nicht verändern“
Mit Vorsicht zu behandeln Ein eigener negative_prompt-Parameter in der Schnittstelle; seine Wirkung hängt vom jeweiligen Modell und der Schnittstelle ab
Offizielles Signal Die Bild-Prompting-Leitfäden von OpenAI empfehlen weiterhin, Ausschlüsse und Inhalte, die bei einer Bearbeitung erhalten bleiben sollen, ausdrücklich zu nennen
Betroffene Entwickler und Designteams, die Produktbilder für den E-Commerce, Marketingmaterial oder Bildbearbeitungen erstellen

Warum Negative Prompts früher „Pflicht“ waren

Frühe Diffusionsmodelle hatten nur begrenzte Fähigkeiten bei der Verarbeitung von Text und verstanden komplexe Sätze oft nur unzureichend. In dieser Situation konnte der Parameter negative_prompt in Kombination mit einem Steuerungsmechanismus das Bild deutlich verbessern, indem Merkmale wie „schlechte Qualität“ oder „zusätzliche Finger“ unterdrückt wurden. Mit der Zeit entwickelte die Community eine allgemeine Liste negativer Begriffe, die bei jeder Anfrage standardmäßig mitgeschickt wurde.

Das Problem: Diese Erfahrungswerte wurden für bestimmte Modellarchitekturen entwickelt. Werden sie auf eine neue Generation von Bildmodellen übertragen, die Sprache besser verstehen und vollständige Sätze direkt erfassen, können die aufgelisteten Wortgruppen nicht nur ihre ursprüngliche Wirkung verlieren, sondern das Modell auch mit zusätzlichen Informationen stören.

Welche Rolle Negative Prompts heute tatsächlich spielen

Treffender lässt sich sagen: Negative Prompts haben sich von einer „Qualitätskorrektur“ zu einer „Beschreibung der Lieferanforderungen“ entwickelt. Du musst dem Modell nicht mehr sagen, dass es „nichts Hässliches zeichnen“ soll – das berücksichtigt es bereits standardmäßig. Aber du musst ihm weiterhin mitteilen, dass „im Bild kein Text erscheinen darf“ oder dass „das Produktetikett erhalten bleiben muss“. Ersteres kann das Modell bereits selbst berücksichtigen, Letzteres kann es nicht wissen.

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Die drei Formen negativer Prompts im Überblick

Bevor wir darüber sprechen, ob negative Prompts nützlich sind, müssen wir zunächst ihre verschiedenen Formen unterscheiden. Die folgende Tabelle ist die wichtigste Orientierung für diesen Artikel.

Form Typische Schreibweise Aktuelle Einschätzung Empfehlung
Lange, allgemeine Wortlisten bad anatomy, extra fingers, low quality… Nicht standardmäßig erforderlich Je nach Ergebnis entscheiden, ob sie nötig sind. Im Zweifel zunächst weglassen
Konkrete Ausschlussvorgaben „Kein zusätzlicher Text“, „Gesichtszüge der Person nicht verändern“ Weiterhin nützlich Für Bearbeitungsaufgaben und präzise Anforderungen verwenden
Modellspezifischer Parameter negative_prompt Negative Inhalte in einem separaten Feld übergeben Hängt vom Modell und der Schnittstelle ab Nur bei Modellen verwenden, die den Parameter nachweislich unterstützen; nicht unverändert auf andere Modelle übertragen

Allgemeine Listen negativer Begriffe: Warum man sie standardmäßig weglassen sollte

Das größte Problem solcher Listen ist, dass sie unterschiedslos angehängt werden. Egal, ob du eine Landschaft, ein Produkt oder ein Porträt erzeugst – stets sind Dutzende Begriffe zu körperlichen Makeln und unerwünschter Bildqualität dabei. Für leistungsfähige Modelle liefern diese Begriffe keine neuen Zielinformationen. Stattdessen beanspruchen sie Aufmerksamkeit und können sogar mit der positiven Beschreibung kollidieren.

Wir haben eine Reihe von Kundenanfragen verglichen: Bei identischer positiver Beschreibung waren die Ergebnisse mit der angehängten Wortliste weniger stabil. Ohne die Liste fielen sie besser aus. Wichtig ist dabei: Dieser Test belegt lediglich, dass „diese Wortliste die Stabilität dieser Anfragen verringert hat“. Er beweist weder, dass alle negativen Prompts nutzlos sind, noch, dass das Modell die Begriffe fälschlich als positive Vorgaben interpretiert. Außerdem funktionieren das Verständnis des Bildgenerierungsmodells und die Sicherheitsprüfung der Plattform nach unterschiedlichen Mechanismen. Wenn bestimmte Begriffe in der Liste eine Sicherheitsprüfung auslösen, muss auch das separat untersucht werden.

Konkrete Ausschlussvorgaben: Warum sie weiterhin wichtig sind

Auch ein sehr intelligentes Modell kennt nicht automatisch die Grenzen deiner Anforderungen. Darf im Bild Text erscheinen? Darf sich die Identität einer Person verändern? Müssen die Etiketten auf einer Produktverpackung exakt erhalten bleiben? Das sind geschäftliche Vorgaben, keine allgemeinen ästhetischen Regeln.

Der Bild-Prompt-Leitfaden von OpenAI ist in diesem Punkt eindeutig: Es wird empfohlen, Ausschlüsse wie zusätzlichen Text, Logos oder Wasserzeichen anzugeben. Bei der Bildbearbeitung sollte außerdem klar festgelegt werden, welche Inhalte unverändert bleiben müssen. Solche wenigen, konkreten und überprüfbaren Ausschlussvorgaben sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil hochwertiger Prompts.

Der Parameter negative_prompt: Nicht unverändert auf andere Modelle übertragen

Einige Open-Source-Diffusionsmodelle und Bildschnittstellen bieten ein separates Feld negative_prompt. Bei diesen Modellen ist seine Funktionsweise tatsächlich gegeben. Aber nicht alle Modelle stellen diesen Parameter bereit. Die Bildschnittstelle von OpenAI hat beispielsweise kein separates Feld für negative Prompts. Ausschlussvorgaben müssen dort direkt in den Prompt aufgenommen werden. Außerdem unterscheiden sich neuere Modelle mit anderen Inferenzverfahren darin, wie gut sie negative Parameter unterstützen.

Der häufigste Fehler beim Wechsel zwischen mehreren Modellen besteht deshalb darin, negative Parameter, die für Modell A optimiert wurden, unverändert auf Modell B zu übertragen. Prüfe zuerst, ob das jeweilige Modell und die Schnittstelle den Parameter unterstützen, und entscheide dann, wie du ihn einsetzt.

🎯 Technischer Tipp: Wenn du in deinem Anwendungsfall zwischen mehreren Bildmodellen wechseln musst, kannst du über APIYI apiyi.com mit demselben API-Schlüssel und einer einheitlichen Schnittstelle Vergleichstests durchführen. Die Unterschiede, die ein und derselbe Prompt zwischen verschiedenen Modellen zeigt, sind oft aussagekräftiger als jede allgemeine Faustregel.


Beispiel für die Überarbeitung negativer Eingabeaufforderungen: vom Wortschatz zur Zielbeschreibung

Nachdem wir die Theorie geklärt haben, sehen wir uns eine konkrete Überarbeitung an. Bei Modellen mit einem guten Sprachverständnis beschreiben wir am besten zuerst klar das gewünschte Ergebnis.

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Aspekt Alte Formulierung (Liste negativer Begriffe) Neue Formulierung (Zielbeschreibung + wenige Vorgaben)
Körperbau bad anatomy, extra fingers, deformed hands Natürliche Körperproportionen, beide Hände vollständig sichtbar
Kleidung see-through, revealing, transparent Weißes, blickdichtes Rollkragenoberteil
Bildqualität low quality, blurry, jpeg artifacts In der Regel nicht nötig; bei Bedarf den gewünschten Stil und die Lichtverhältnisse beschreiben
Grenzen des Ergebnisses Fehlen oft Im Bild dürfen weder Text noch Logos oder Wasserzeichen erscheinen
Bearbeitungsaufgabe Fehlt oft Gesichtszüge und Frisur der Person beibehalten, nur den Hintergrund austauschen

Der Vorteil dieser Überarbeitung liegt in der klaren Aussage und den geringeren Widersprüchen. Die Formulierung „weißes, blickdichtes Rollkragenoberteil“ deckt gleich mehrere Kleidungsverbote der alten Variante ab und gibt dem Modell ein direkt umsetzbares Ziel vor. Fairerweise gilt aber auch: Eine positive Beschreibung ist nicht in jedem Fall wirksamer. Sie hilft lediglich dabei, einheitlichere Vorgaben zu formulieren.

Minimales Beispiel: Aufruf mit negativen Prompts

Hier sehen Sie den kürzesten Code, um über eine OpenAI-kompatible Schnittstelle ein Bild zu erzeugen. Ausschlüsse werden direkt im Prompt formuliert:

from openai import OpenAI

client = OpenAI(
    api_key="YOUR_API_KEY",
    base_url="https://api.apiyi.com/v1"  # Einheitliche API von APIYI
)

prompt = (
    "Eine junge Frau steht in einem hellgrauen Fotostudio, natürliche Körperproportionen, beide Hände vollständig sichtbar,"
    "sie trägt ein weißes, blickdichtes Oberteil mit hohem Kragen, weiches Seitenlicht, Stil eines kommerziellen Porträts."
    "Im Bild dürfen keine Texte, Logos oder Wasserzeichen erscheinen."
)

result = client.images.generate(model="gpt-image-1", prompt=prompt, size="1024x1024")
print(result.data[0].b64_json[:80])

Vollständiger Beispielcode (mit optionalen zusätzlichen Ausschlüssen)
import base64
from typing import List, Optional
from openai import OpenAI

client = OpenAI(
    api_key="YOUR_API_KEY",
    base_url="https://api.apiyi.com/v1"  # Mit einem Schlüssel verschiedene Bildmodelle aufrufen
)

def build_prompt(goal: str, constraints: Optional[List[str]] = None) -> str:
    """
    Beschreibe zuerst das gewünschte Ergebnis vollständig und ergänze dann wenige, gezielte Ausschlüsse.
    constraints erst hinzufügen, wenn eine konkrete Abweichung auftritt. Nicht standardmäßig eine ganze Sammlung negativer Prompts einfügen.
    """
    prompt = goal.strip()
    if constraints:
        prompt += " Anforderungen:" + ";".join(constraints) + "."
    return prompt

def generate_image(goal: str,
                   constraints: Optional[List[str]] = None,
                   model: str = "gpt-image-1",
                   output: str = "output.png") -> str:
    prompt = build_prompt(goal, constraints)
    try:
        result = client.images.generate(model=model, prompt=prompt, size="1024x1024")
        with open(output, "wb") as f:
            f.write(base64.b64decode(result.data[0].b64_json))
        return output
    except Exception as e:
        return f"Error: {e}"

# Erster Durchlauf: nur das gewünschte Ergebnis beschreiben
goal = ("E-Commerce-Hauptbild: Eine Flasche weiße Hautpflege-Lotion steht auf einer hellen Holzoberfläche,"
        "das Etikett auf der Flasche ist klar lesbar, weiches natürliches Licht, minimalistischer Stil.")
print(generate_image(goal, output="v1.png"))

# Zweiter Durchlauf: Wenn zusätzliche dekorative Schrift im Bild erscheint, gezielt einen Ausschluss ergänzen
print(generate_image(goal,
                     constraints=["Außer dem vorhandenen Etikett auf der Flasche dürfen keine zusätzlichen Texte oder Wasserzeichen im Bild erscheinen"],
                     output="v2.png"))

🚀 Schnellstart: APIYI unter apiyi.com bietet eine OpenAI-kompatible Schnittstelle und kostenloses Testguthaben für neue Nutzer. Ersetzen Sie im Code oben api_key durch Ihren API-Schlüssel. So können Sie direkt vergleichen, wie sich die Bilderzeugung mit und ohne Sammlung negativer Prompts unterscheidet.


Auswirkungen der Änderungen bei Negativ-Prompts

Auswirkungen auf Entwickler

  • Prompt-Vorlagen müssen überarbeitet werden: Viele Projekte verwenden fest im Code hinterlegte, allgemeine Negativ-Prompts. Empfehlenswert ist stattdessen eine Struktur aus „Zielbeschreibung + optionaler Liste von Einschränkungen“, wobei sich die Einschränkungen je nach Anwendungsfall konfigurieren lassen.
  • Die Anpassung an verschiedene Modelle muss getrennt behandelt werden: Ob der Parameter negative_prompt greift, hängt vom jeweiligen Modell ab. Eine Abstraktionsschicht sollte nicht davon ausgehen, dass alle Modelle ihn unterstützen, sondern die Formulierungen an die Fähigkeiten des jeweiligen Modells anpassen.
  • Bei der Fehlersuche ist ein anderes Vorgehen gefragt: Bei ungewöhnlichen Ergebnissen sollte zuerst geprüft werden, ob die positive Beschreibung klar und widerspruchsfrei ist, statt die Negativ-Prompt-Sammlung weiter zu ergänzen.
  • Fehlalarme bei der Moderation separat betrachten: Wird eine Anfrage blockiert, muss zwischen einem Verständnisproblem des Modells und dem Auslösen einer Sicherheitsprüfung unterschieden werden. Lange Negativ-Prompts können mitunter unnötige Risiken mit sich bringen.

Auswirkungen auf die Branche

  • Prompt Engineering entwickelt sich vom „Zauberspruch“ zum Anforderungsdokument: Prompts zu formulieren ähnelt zunehmend dem Verfassen einer klaren Leistungsbeschreibung. Im Mittelpunkt stehen Ziel, Grenzen und Elemente, die erhalten bleiben sollen.
  • Bei Bearbeitungsaufgaben kommt es stärker auf Einschränkungen an: Bei der Bildbearbeitung ist oft wichtiger, was unverändert bleiben soll, als was neu erzeugt werden soll. Anforderungen zum Ausschließen und Bewahren gewinnen dadurch an Bedeutung.
  • Erfahrungen lassen sich schwieriger übertragen: Die Prompt-Konventionen unterscheiden sich zwischen den Modellen zunehmend. Teams sollten ihre Entscheidungen daher auf eigene Tests stützen und nicht auf Vorlagen, die in der Community kursieren.

Die folgende Tabelle fasst Empfehlungen für den Einsatz von Negativ-Prompts in verschiedenen Szenarien zusammen:

Anwendungsfall Allgemeine Negativ-Prompt-Sammlung Explizite Ausschlussvorgaben Schwerpunkt
Kreativplakate, Konzeptgrafiken Standardmäßig nicht verwenden Je nach Bedarf hinzufügen Stil, Komposition und Atmosphäre beschreiben
Produktbilder für den E-Commerce Standardmäßig nicht verwenden Dringend empfohlen Etiketten erhalten, keinen zusätzlichen Text hinzufügen
Porträtgenerierung Standardmäßig nicht verwenden Empfohlen Körperproportionen und Kleidung klar beschreiben
Bildbearbeitung, lokale Änderungen Nicht geeignet Erforderlich Gesichtszüge, Identität und Elemente, die erhalten bleiben sollen, klar benennen
Lokaler Einsatz quelloffener Diffusionsmodelle Kann nach Tests beibehalten werden Empfohlen Prüfen, ob der Parameter negative_prompt greift

💡 Empfehlung: Verschiedene Bildmodelle reagieren unterschiedlich auf negative Einschränkungen. Testen Sie daher zunächst dieselbe Prompt-Gruppe mit mehreren gängigen Modellen über APIYI apiyi.com und legen Sie erst danach die Prompt-Vorlagen für die Produktionsumgebung fest.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F1: Was ist ein negativer Prompt?

Ein negativer Prompt beschreibt, was ein KI-Bilderzeugungsmodell **nicht** im Bild darstellen soll. Er kann als eigenständiger Parameter `negative_prompt` übergeben oder als Ausschlussanforderung in den Hauptprompt aufgenommen werden, zum Beispiel „Keinen Text anzeigen“. Beide Formen funktionieren unterschiedlich und werden nicht von denselben Modellen unterstützt.

F2: Sind negative Prompts heute noch nützlich?

Ja, aber es kommt auf die jeweilige Form an. Lange, allgemeine Wortlisten sollte man nicht mehr standardmäßig anhängen, sondern nur verwenden, wenn Tests einen Nutzen zeigen. Klare Vorgaben für das gewünschte Ergebnis und Anforderungen daran, was bei einer Bearbeitung erhalten bleiben soll, sind weiterhin sehr wertvoll. Ob es einen separaten Negativparameter gibt, hängt vom jeweiligen Modell ab.

F3: Warum werden die Ergebnisse besser, wenn ich meine Sammlung negativer Begriffe entferne?

Bei Modellen mit ausgeprägtem Sprachverständnis können gehäufte negative Begriffe überflüssige Informationen enthalten oder sogar mit den positiven Beschreibungen in Konflikt geraten. Das kann zu schwankenden Ergebnissen führen. Ein einzelner Test zeigt jedoch nur, dass diese Wortliste für die betreffende Anfrage ungeeignet war – nicht, dass alle negativen Prompts wirkungslos sind.

F4: Wie kann ich schnell vergleichen, wie verschiedene Modelle auf negative Prompts reagieren?

Am einfachsten ist ein A/B-Vergleich mit denselben Prompts auf mehreren Modellen. Über APIYI (apiyi.com) lassen sich mit einem API-Schlüssel verschiedene gängige Bildmodelle aufrufen. Die Schnittstelle ist mit dem OpenAI-Format kompatibel. Zum Wechseln des Modells muss lediglich der Parameter `model` angepasst werden. So lassen sich Vergleichstests mit geringem Aufwand durchführen.

F5: Wie formuliere ich Ausschlussanforderungen für Modelle wie GPT Image?

Die OpenAI-Bildschnittstelle bietet keinen separaten Negativparameter. Ausschlussanforderungen werden direkt in den Prompt geschrieben. Empfehlenswert sind vollständige, natürlich formulierte Sätze, zum Beispiel: „Im Bild dürfen keinerlei Texte, Logos oder Wasserzeichen erscheinen.“ Neue Nutzer können auf APIYI (apiyi.com) kostenloses Testguthaben erhalten und die Formulierung mit dem Beispielcode aus diesem Artikel ausprobieren.

F6: Welche Grenzen hat die neue Formulierung negativer Prompts?

Positive Beschreibungen sind nicht in allen Fällen wirksamer. Einige quelloffene Diffusionsmodelle reagieren weiterhin gut auf einen separaten Negativparameter. Außerdem befolgen Modelle Ausschlussanforderungen nicht hundertprozentig zuverlässig. Bei wichtigen Ergebnissen sollten die Bilder daher manuell geprüft oder mehrfach generiert und anschließend ausgewählt werden.


Zentrale Erkenntnisse zu negativen Eingabeaufforderungen

  • Die Rolle hat sich verändert: Negative Eingabeaufforderungen dienen nicht mehr als „Qualitätspflaster“, sondern beschreiben die Grenzen des gewünschten Ergebnisses.
  • Wortlisten standardmäßig weglassen: Allgemeine Listen negativer Begriffe sind nicht mehr zwingend erforderlich. Ob sie sinnvoll sind, sollte anhand praktischer Tests entschieden werden.
  • Konkrete Vorgaben beibehalten: Anforderungen wie kein Text, kein Wasserzeichen oder unveränderte Gesichtszüge sind weiterhin wichtig.
  • Parameter hängen vom Modell ab: Ob das Feld negative_prompt funktioniert, hängt vom Modell und der Schnittstelle ab.
  • Zuerst das Ziel, dann die Einschränkungen: Beschreiben Sie zunächst das gewünschte Ergebnis vollständig. Ergänzen Sie erst bei Abweichungen wenige gezielte Ausschlüsse.
  • Praxistests entscheiden: Über die einheitliche Schnittstelle von APIYI auf apiyi.com lassen sich verschiedene Modelle schnell miteinander vergleichen.

Zusammenfassung

Die Rolle negativer Eingabeaufforderungen bei der KI-Bilderzeugung lässt sich auf drei Punkte reduzieren:

  1. Der Nutzen allgemeiner Listen negativer Begriffe nimmt ab: Moderne Modelle beheben die meisten Probleme mit der Bildqualität standardmäßig. Eine undifferenzierte Liste solcher Begriffe kann die Ergebnisse weniger stabil machen.
  2. Konkrete Ausschlüsse bleiben entscheidend: Das Modell kennt Ihre geschäftlichen Anforderungen nicht. Vorgaben zu Text, Logos, Wasserzeichen und zu erhaltenden Elementen bei der Bearbeitung müssen daher klar formuliert werden.
  3. Modellspezifische Parameter lassen sich nicht einfach übertragen: Prüfen Sie zunächst, ob das Modell den Parameter unterstützt, und entscheiden Sie dann, ob Sie negative_prompt verwenden.

Für die Praxis empfehlen wir unseren Kunden: Beschreiben Sie zunächst das gewünschte Ergebnis vollständig. Ergänzen Sie bei konkreten Abweichungen wenige gezielte Ausschlüsse. Verwenden Sie nicht bei jeder Anfrage automatisch eine ganze alte Liste negativer Begriffe als feste Vorlage.

Wenn Sie prüfen möchten, wie gut dieser Ansatz in Ihrem eigenen Anwendungsfall funktioniert, können Sie über APIYI auf apiyi.com die Ergebnisse mehrerer Bildmodelle schnell vergleichen und Ihre Vorlagen anhand praktischer Tests optimieren.


📚 Quellen

  1. OpenAI-Leitfaden für Bild-Prompts: Offizielle Empfehlungen zur Formulierung von Prompts für die Bilderzeugung
  2. Link: developers.openai.com/api/docs/guides/image-prompting
  3. Hinweis: Der Leitfaden enthält Beispiele für Ausschlusskriterien und Empfehlungen dazu, wie Inhalte bei der Bearbeitung erhalten bleiben. Er ist die zentrale Faktenquelle für diesen Artikel.

  4. OpenAI-Images-API-Dokumentation: Informationen zu Parametern für die Bilderzeugung und -bearbeitung

  5. Link: platform.openai.com/docs/api-reference/images
  6. Hinweis: Hier lässt sich prüfen, welche Parameter die Schnittstelle unterstützt und ob es ein separates Feld für negative Prompts gibt.

  7. Dokumentation zu Stable Diffusion: Typische Anwendungsfälle für Parameter negativer Prompts

  8. Link: github.com/Stability-AI/stablediffusion
  9. Hinweis: Hier erfahren Sie mehr über den Ursprung des negative_prompt-Mechanismus. Die Informationen sind besonders für Teams hilfreich, die Open-Source-Modelle lokal betreiben.

Autor: Technisches Team von APIYI
Technischer Austausch: Kontaktieren Sie uns gerne über die Startseite der APIYI-Website. Weitere Informationen zu Modellaufrufen für Bildmodelle finden Sie im Dokumentationszentrum unter docs.apiyi.com.

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